Patienten, bei denen Diabetes mellitus festgestellt wurde, sollten regelmäßig Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Hausarzt od. Diabetologen wahrnehmen. Gesetzlich versicherte Patienten werden dort im sogen. DMP Diabetes geführt. Sie erhalten alle 3 Monate Kontrollen, sobald erhöhte Lipidwerte, erhöhter Blutdruck od. eine periphere, cerebrale od. koronare AVK besteht.
Für privatversicherte Diabetiker gibt es keine entsprechenden Betreuungsprogramme. Sie sind selbst für Kontrollen und Termine zuständig, brauchen aber auch mindestens zweimal jährlich Routine-Kontrollen. Dazu werden Ihnen zunächst Blutproben entnommen. Dann benötigen Diabetiker eine regelmäßige Sicht- und Tastkontrolle der Füße, da durch die diabetische Polyneuropathie (Nervenstörung) eine hohe Gefahr für unbemerkte Druckstellen und Wunden besteht. Ob gleichzeitige Durchblutungsstörungen durch verengte Arterien bestehen, wird anschließend in unserer Praxis abgeklärt.
Oberstes Ziel der Angiologen ist es, chronische Wunden und Amputationen zu vermeiden. Jeder Patient, der in Deutschland von einer Amputation bedroht ist oder dem dazu geraten wurde, hat vorher Anspruch auf eine Zweitmeinung durch einen unabhängigen Arzt. Dieses Verfahren wird nur unabhängig von Kliniken arbeitenden und entsprechend qualifizierten Ärzten nach Prüfung und Genehmigung durch die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung zugestanden. Die Genehmigung zum Zweitmeinungsverfahren pAVK/Diab. Fuß liegt in unserer Praxis seit 11/2021 vor.
Nach der Analyse werden die Ergebnisse und die ggfs. notwendigen Behandlungsschritte besprochen, ebenso, ob weitergehende Tests oder Eingriffe notwendig sind.